HVL-Männer gehen auswärts in Lübbenau baden

HVL09-Männer laufen zurzeit komplett neben der Spur, die 4-wöchige Pause kommt wie gerufen

Abwehrarbeit stand eine ganze Woche intensiv auf der Agenda der HVL-Männer. Man wollte kompakt aus einer sicheren Abwehr heraus agieren. Was im Training noch funktionierte, wurde erneut im Spiel nicht umgesetzt. Man hat den Kreisläufer der TSG wie schon gegen Schöneiche nicht in den Griff bekommen.

Die 4-wöchige Pause kommt für die Männer aus der Nuthestadt Luckenwalde wie gerufen. Vielleicht mal ein wenig Abstand von der Drucksituation bekommen. Denn das, was die Männer in den ersten 30 Minuten im Spreewald abgeliefert haben, hat nicht viel mit den Trainingsinhalten zu tun gehabt. Hinzu kam der Umstand, dass nur ein Feldschiedsrichter zur Partie erschienen ist und mit der Situation verständlicherweise leicht überfordert war. „Da kann man dem Schiedsrichter einfach keinen Vorwurf machen, das müssen wir cleverer lösen“ nimmt Trainerin Klante den Unparteiischen in Schutz.

Den Start hatte man schon deutlich verschlafen. Nach 2 Minuten hieß es bereits 3:0 Rückstand für die Klante-Schützlinge. Erst der sichere 7m-Wurf zum eigentlichen 4:0 konnte der erneut eingesprungene Teilzeit-Torhüter Much entwerten und somit seine Vorderleute zum Tore werfen animieren.

Man konnte sich auch bis zur 10. Minute zum 6:5 an die Lübbenauer heranarbeiten. Wieder war es Martin Stelter, der durch seine schlagkräftigen Würfe aus dem Rückraum Verantwortung für seine Mannschaft übernahm und bereits 3 Tore auf der Habenseite verbucht hatte.

Bis zur 18. Minute sah die Partie beim Stand von 10:8 ausgeglichen aus. Doch bis zur 23. Minute sollte den Gästen kein Tor mehr gelingen. Selbst 7m konnten nicht im Tor untergebracht werden. Dies ermöglichte natürlich dem Gegner einen Ausbau seiner Führung auf 5 Tore zum 13:8. Bis zur Halbzeit sollte sich am Abstand nicht mehr viel ins Positive ändern, außer dass man sich mit nur 11 geworfenen Toren gegenüber 18 gefangenen Toren  rechtfertigen musste.

„Wieder 7 Tore Rückstand zur Halbzeit, denen man mühselig nachlaufen muss“ mahnte Trainerin Klante in der Kabine kritisch an. „Wir trainieren die ganze Woche unser Abwehrverhalten, versuchen kompakter zu stehen und Ihr lasst Euren Torwart eins um andere Mal im Stich“ führt Klante weiter aus. Es lassen sich frappierende Ähnlichkeiten aus den vorangegangenen Spielen erkennen. Die Mannschaft bricht stets zu einem sehr ungünstigen Moment zusammen und hechelt dieser eigenverschuldeten Situation dem Rest des Spiels nach.

Das Spiel sollte in Halbzeit 2 straffer und zielgerichteter gestaltet werden. „Zu verlieren haben wir jetzt nicht mehr viel“ munterte Gordon Roth die 1. Mannschaft auf und hoffte auf eine befreite Spielweise, wie er sie aus Test- und Trainingsspielen von der Mannschaft gewohnt war.

Dies schienen sich zu Beginn der zweiten Halbzeit die beiden Spielmacher Thomas Eyssen und Steven Klante besonders zu Herzen genommen zu haben. Beide drehten auf und konnten bis zur 36. Minute auf 20:15 quasi im Alleingang den Vorsprung verkürzen. Auch ein zwischenzeitlich verworfener 7m auf Seiten der Luckenwalder konnte diesem Unterfangen nichts anhaben. Der Gast war gezwungen, die Auszeit zu nehmen. Luckenwalde hatte Oberwasser beim Stand von 22:17.

Doch ein kleiner Zwischenspurt der Gäste zum 29:21 nahm den Luckenwaldern die Luft aus den Segeln. Zwar gab man sich nicht auf und konnte den Vorsprung nochmal zum Ende auf 32:26 verkürzen und damit zumindest die 2. Halbzeit für sich gestalten, doch war an einen Sieg irgendwie nicht zu glauben.

„Wir müssen die spielfreie Zeit nun nutzen, die guten Ansätze weiter zu forcieren und an unseren Fehlern arbeiten“ gibt Nicole Klante die weitere Marschroute bekannt. Auch Gordon Roth sieht gute Ansätze, die aber noch nicht bis zu Ende und kontinuierlich gespielt werden. Trotz der Negativserie möchte man aber an seinen Saisonzielen festhalten. „Bisher konnten wir über lange Strecken mit jedem Gegner mithalten. Allein die Cleverness fehlt uns, Spiele zielstrebiger zu gestalten, was uns andere Mannschaften bereits weit voraus haben.“  zieht Trainerin Klante nach 6 Spieltagen Bilanz.

Für Luckenwalde spielten: O. Much (Tor), S. Klante (4), E. Ljunggren(3), T. Eyssen (5), M. Junge,  M. Stelter (6), T. Bohnert(2), T. Schamott, M. Krischak (1), T. Giesin (2), P. Langenickel (3), P. Thiele, O. Krüger



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